Zukunft – Welche Zukunft?

Beim Jugendkreativfestival 2020 habe ich den Workshop von Jana Gebauer „Zukunft- welche Zukunft? Utopisches Denken, Spekulative Fiction und das Gute Leben für Alle“  besucht.

Jana Gebauer ist freie Unternehmensforscherin und Fellow am Institut für ökologische Wirtschaftsforschung und hat ihren Workshops auf fiktionaler Basis aufgebaut.

Das merkten wir auch am Aufbau des Workshops, wir fingen nämlich an mit einer Beamer- Präsentation über Zitate und die eigentliche Auffassung von Utopien, Outopia, Eutopia, Dystopia dabei kamen zwei wichtige Zitate ins Spiel:

„Die Welt ist gerettet und sie ist genauso beschissen wie zuvor“, aus der Klischee-Sicht eines Superhelden Filmes.

Der Zweite: „Die Welt lässt sich nicht retten ohne einen Radikalen Plan, sie zu verändern.“

Beides Zitate über die wir nachgedacht und diskutiert haben. Dann stellte sich die Frage: „Wie wollen wir leben?“ Um über diese Frage nachzudenken, fingen wir an, uns etwas in Form einer Traumreise vorzustellen. Jana erzählte uns Details über eine Zukunft in 2121 und wir sollten basierend darauf unseren Charakter, die Umgebung und weitere Faktoren formen und erleben. Um die Reise weiterzuführen, fingen wir an uns einen zweiten Charakter aus einer bereits existierenden „Utopischen“ Richtung zu suchen z.B. aus Büchern, Filmen oder Liedern und diese Person in unsere bereits vorgestellte Geschichte zu integrieren.

Die Geschichte war also geboren und wir teilten uns in zwei Gruppen auf und versuchten gemeinsame Punkte zusammenzufassen und in die Zeit Mecklenburg-Vorpommern 2025/2070 einzugliedern, wie z.B.:  Technologie, Gesellschaft und Interessenbildung,  Schulbildung/-system. Diese Oberpunkte haben wir miteinander verbunden und Optionen für die Zukunft gesucht, zum Beispiel:

  1. E-Mobilität, mehr Angebot und Nachfrage, vielleicht sogar gar keine Diesel-/Benzin- Motoren mehr
  2. Persönliche Entwicklung: Abbau von Zynismus; Philosophie, Theater, Sport werden größere Freizeitaktivitäten
  3. Grundeinkommen: Chancengleichheit zwischen Arm und Reich, weniger Zwang mehr Freiraum
  4. Erweiterte Gesellschaft: Lehrer, Pfleger etc.. Gleichstellung mit Banken, Doktoren/innen etc..
  5. Recycling-Upcycling, Secondhand, nachhaltige(r) Anbau/Stoffherstellung; durch Grundeinkommen: mehr „Bioluxus“
  6. Ressourcen: Materialen-Aufbereitungsstationen
  7. Neue „Zeitpolitik“ – Bürger*innen Rat –Gemeinschaftsbauernhöfe
  8. Die Mecklenburg-App: Veranstaltungen, Treffen, Organisationen, Demos . in dem Umkreis von ganz MV anzeigen

Diese Ideen wurden dann auf einer Flipchart präsentiert, künstlerisch gestaltet und ausgebaut, bis zum Ende des drei stündigen Workshops. Danach gab es die Zusammenfassung der Ergebnisse unserer und der anderen Gruppe. Wir diskutierten und stellten fest, dass wir trotz unterschiedlicher Meinungen, Aspekte fanden, die gleich waren, und dennoch andere Themen nicht außer Acht lassen sollten. Letztendlich wurde zwar eher auf realer Basis gearbeitet als auf fiktiver, aber das Loslösen dieser Gedanken scheint schwieriger zu sein, als man glaubt.

Unser Anfang für ein Mecklenburgisches „Utopia“ war geschaffen und für die Reise dorthin danke ich Jana Gebauer.